Das St.Galler Kleintheater

Vorverkauf ein Monat im voraus:
Klubschule Migros St.Gallen, Bahnhofplatz 2, St.Gallen
Reservation 058 568 44 49 oder >>> online
Abendkasse eine Stunde vor Beginn:
Kellerbühne St.Gallen, St.Georgen-Str. 3, 9000 St.Gallen, 071 223 39 59
 
Andrea Zogg & Marco Schädler
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  Georg Friedrich Händels Auferstehung Mi 19., Fr 21. September, 20 Uhr  


Foto: Roland Kämpfer



 

Musikalischer Theaterabend

In einer fiktiven Welt treffen sich Stefan Zweig und Georg Friedrich Händel. Zweig erzählt Händels Geschichte seiner doppelten Auferstehung und Händel gerät noch einmal in den Rausch der 23 Tage, in welchen er den Messias komponiert hat. Sprache und Musik verweben und durchdringen sich.

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Am 13. April 1737 findet der Diener Händels seinen Herrn regungslos am Boden liegen. Dieser holt sofort seinen Leibarzt, der einen Schlaganfall diagnostiziert. Vier Monate lebt Georg Friedrich Händel ohne Kraft. Die rechte Hälfte seines Körpers ist gelähmt. Er kann weder eine Taste am Klavier mit seiner rechten Hand bewegen, noch kann er sprechen.

Die Ärzte schicken ihn nach Aachen, denn dort sollen heisse Quellen ihm helfen, schneller zu genesen. Händel bleibt neun Stunden am Tag im heissen Wasser, zum Schrecken der Ärzte, die der Meinung sind, mehr als drei Stunden würde sein Herz nicht verkraften. Händel, der vollständig gesundet, muss, zurück in London, mit einigen Schicksalsschlägen fertig werden. Als er am 21. August 1741 nach Hause kommt, findet er einen Brief auf seinem Schreibtisch. Es ist ein Auftrag für ein Oratorium.

Er schlägt das Titelblatt auf: «Der Messias». Er liest die ersten Zeilen, und schon kann er die Musik in seinem Kopf hören. Wie in einem Rausch komponiert er, nach 23 Tagen ist sein grösstest und berühmtestes Werk vollendet. Eine Sternstunde für die Menschheit!

Mit seiner aussergewöhnlichen Fähigkeit, sich ganz und gar in eine Epoche, Situation oder einen Charakter hineinzuversetzen, gelingt es Stefan Zweig, den Leser mitten in das Geschehen hineinzuversetzen.

Er beschreibt Händel euphorisch als einen Vollblutkomponisten, der am «Messias» gesundet und das Oratorium als seine Auferstehung empfindet. Von den ersten Aufführung an spendete er den Erlös Bedürftigen im Gefängnis, an Krankenhäuser oder an Waisenkinder, da er den «Messias» für sich als Gottes Geschenk empfand.

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Der Bündner Schauspieler Andrea Zogg und der Liechtensteiner Musiker Marco Schädler bringen die Novelle mit minimalen Mitteln – erzählend, spielend, musizierend – auf die Bühne. Zweigs Wort- und Händels Tonschöpfung gehen in diesem musikalischen Theaterabend Hand in Hand und befruchten sich gegenseitig.

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