Das St.Galler Kleintheater

Vorverkauf ein Monat im voraus:
Klubschule Migros St.Gallen, Bahnhofplatz 2, St.Gallen
Reservation 058 568 44 49 oder >>> online
Abendkasse eine Stunde vor Beginn:
Kellerbühne St.Gallen, St.Georgen-Str. 3, 9000 St.Gallen, 071 223 39 59
 
Lewinsky, Stadlin, van Orsouw
 
  Der A-Quotient Mo 29. Oktober, 20 Uhr  


Foto: ZVG



 

Uraufführung und Buchpremiere

Der bekannte Schriftsteller und Drehbuchautor Charles Lewinsky hat ein neues Theaterstück verfasst: Es geht darin um nichts weniger als um Arschlöcher. Und es ist mit seinem Inhalt angesichts der Weltlage sehr aktuell.
 
Die Weltbühne ist mehr und mehr von merkwürdigem Personal besetzt, wenn man nach Amerika, Syrien, Nordkorea, Russland oder in die Türkei schaut. Genau darum geht es in diesem Theaterstück: nämlich um die unbestreitbare Tatsache, dass ein Teil der Menschheit aus Arschlöchern besteht.
 
Das Theaterstück von Charles Lewinsky nimmt kein Blatt vor den Mund und schaut genau hin: In «Der A-Quotient» messen die Schauspieler den Grad der Arschlochizität anhand des A-Quotienten – mit einem ausgeklügelten Masssystem, das den Menschen bedeutend exakter erfasst als jeder IQ-Test. Oder wenigstens so tut als ob...!
 
Im Untertitel heisst das Stück «Ein hochwissenschaftlicher Intensivkurs für den richtigen Umgang mit Arschlöchern». Das Ganze behauptet, mit Grafiken und Fussnoten, furchtbar wissenschaftlich zu sein. Ob es das tatsächlich ist, muss das Publikum entscheiden.

Man kann an der Übermacht der Typen mit hohem A-Quotienten nichts ändern, aber der Theaterbesuch hilft einem immerhin dabei, die Betroffenen zu erkennen und möglichst weiträumig zu umfahren. Das Ganze kommt gleichermassen unterhaltend wie erhellend daher.

***
 
Charles Lewinsky hat sich für dieses Projekt mit den Theaterschaffenden und Live-Literaten Judith Stadlin und Michael van Orsouw zusammengetan, mit denen er bereits von 2013 bis 2017 die Bühnenfassung seines Buchs «Schweizen» rund 30 Mal gespielt hat.
 
Dieses Theaterstück erlebt in der Kellerbühne St.Gallen seine Uraufführung und – da es gleichzeitig im Verlag Nagel & Kimche als Buch erscheint – auch seine Buchpremiere.

Vorschau im Tagblatt lesen: Klicken Sie hier

***

«Je arschlochhafter einer argumentiert, desto häufiger betont er, die modernsten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf seiner Seite zu haben. Diese Beobachtung ist so zuverlässig, dass man sie umdrehen und als politischen Lackmustest verwenden kann: Wählen Sie keinen Politiker, der in jedem zweiten Satz von ‹Wissenschaftlichkeit› und ‹Vernunft› spricht! Ausser natürlich, Sie möchten gerne von einem Arschloch regiert werden.»

«Ein Demagoge ist ein Mensch, der aus zwei Prämissen den einzig möglichen Schluss gezogen hat:
a) ‹Die Wahrheit ist kompliziert›;
b) ‹Komplizierte Dinge leuchten Arschlöchern nicht ein.› Folglich:
c) ‹Sag halt nicht unbedingt die Wahrheit, wenn du was erreichen willst.›»

“Politiker sind die absoluten Meister darin, direkt zu den Ärschen zu sprechen und gleichzeitig zu behaupten, sie hätten den Kopf gemeint. Sie sind Hämorrhoiden-Spezialisten, die sich als Gehirnchirurgen ausgeben und sich manchmal sogar tatsächlich dafür halten.»

«Man erkennt Arschlöcher nämlich auch daran, dass sie glauben, die Wirklichkeit verändern zu können, indem sie umformulieren. Das hat einerseits mit Magie zu tun – ‹Was ich nicht ausspreche, existiert auch nicht› – und andererseits mit der ganz praktischen Erfahrung, dass die anderen Arschlöcher auf den Trick regelmässig reinfallen.»