Das St.Galler Kleintheater

Vorverkauf ein Monat im voraus:
Klubschule Migros St.Gallen, Bahnhofplatz 2, St.Gallen
Reservation 058 568 44 49 oder >>> online
Abendkasse eine Stunde vor Beginn:
Kellerbühne St.Gallen, St.Georgen-Str. 3, 9000 St.Gallen, 071 223 39 59
 
Hanspeter Müller-Drossaart spielt
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  Der Trafikant von Robert Seethaler Mi 23. Oktober, 20 Uhr  


Foto: Bernhard Fuchs



 

Theater

Vom Blitz getroffen, stirbt der Liebhaber der Mutter, von einem Tag zum anderen entfällt damit dessen finanzielle Unterstützung. Und so schickt die verwitwete Mutter ihren Sohn Franz nach Wien zum Trafikanten Otto Trsnjek, der ihr noch einen Gefallen schuldet und den arglosen Landjungen anstellt.

Er ermuntert ihn zur Zeitungslektüre. Diese sei «das einzig Wichtige, das einzig Bedeutsame und Relevante am Trafi­kantendasein; keine Zeitungen zu lesen hiesse ja auch, kein Trafikant zu sein, wenn nicht gar: kein Mensch zu sein».

Zu Sigmund Freud, einem Stammkunde der Trafik, entwickelt Franz eine ungewöhnliche Freundschaft. Im Prater verliebt er sich in Anezka, eine Böhmin, und da schadet es nicht, jemanden an seiner Seite zu haben, der sich mit der Psyche des Menschen etwas auskennt. «‹Junger Mann›, sagte Freud und hielt an. ‹Man muss das Wasser nicht verstehen, um kopfvoran hineinzuspringen!›»

All das passiert inmitten politischer Ka­tastrophen. Im März 1938 erfolgt der «Anschluss» Österreichs an das Deutsche Reich. Nichts ist wie vorher und Franz muss schnell erwach­sen werden.

Vielstimmig und bildhaft kommen Seethalers Figuren in der monologischen Dramatisierung von Hanspeter Müller-Drossaart auf die Erzählbühne.

Produktion: sogar theater und muelldross in Koproduktion mit dem Theater Burgbachkeller Zug. Regie: Buschi Luginbühl

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Unter dem Titel «Der Trafikant»: Ein Plädoyer für Menschlichkeit in dunklen Zeiten schrieb Daniela Herzog über die Zuger Premiere:

«Von Serviettenknödel, Fleischlaibchen und Einspännern; mit viel Wiener Schmäh serviert Hanspeter Müller-Drossaart den Trafikanten in einer beeindruckenden One-Man-Show. (…) Er übernimmt nicht nur die Rolle des Erzählers, sondern schlüpft in die unterschiedlichen Figuren und inszeniert diese äusserst pointiert. Er spielt nicht nur mit den verschiedensten Dialekten und Akzenten, von Oberösterreichisch über Wienerisch bis Tschechisch, sondern setzt gekonnt minimalistisch Mimik und Gestik figurentypisch ein.» (Zentralplus, 5.10.2018)

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