Hanspeter Müller-Drossaart spielt
 
  Bajass von Flavio Steimann Mi 5., Fr 7., Sa 8. Februar, 20 Uhr  
Foto: Markus Flück

 

Theater

In jahrhundertelang kaum veränderte bäuerliche Traditionen dringt zu Beginn des 20. Jahrhunderts langsam, aber unaufhaltsam die Moderne ein. Die alte, demütige Gesellschaft scheint sich nur noch wie Aprilschnee in schattigen Talsenken zu halten – doch der kann hartnäckig sein.

Albin Gauch ist Ermittler bei der Polizeibehörde in einer kleinen Stadt und steht kurz vor dem Ruhestand. Er zweifelt zunehmend am Sinn seines Tuns. Da wird ein altes, kinderloses Bauernpaar im Wald erschlagen aufgefunden.

Nur mithilfe eines Fotos, eines Mantelknopfs und eines gipsernen Schuhabdrucks stellt Gauch dem Mörder nach, unerwartet weit über die Grenzen des heimatlichen Tals hinaus, auf einem Auswandererschiff, das Kurs auf New York genommen hat.

Der Autor Flavio Steimann streift mit seiner Geschichte eines Namenlosen, den der Hunger aus der Heimat und alsdann um die halbe Welt  treibt, auch die dunklen Seiten der Schweizer Vergangenheit: Armut, Verdingkinder, Rückständigkeit.

Und der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart bringt die Figuren gewohnt facettenreich und unvergesslich auf die Bühne.

Ein eindringlicher Abend!
«Hanspeter Müller-Drossaart haucht mit seiner vielstimmigen und vieldeutigen Umsetzung des «Bajass», dem dichten Text von Flavio Steimann um Kommissar Gauch plastisches Leben ein, lässt das Publikum fesselnd teilhaben an dessen Ermittlungen und Sinn-Zweifeln und erwirkt in seiner darstellerischen Gestaltung unmittelbare und eindringliche Bilder. Ein Abend, der lange nachwirkt!» (Nicola Steiner, Literaturclub SRF)


Schauspieler Müller-Drossaart wagt sich an wortgewaltigen Roman
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«Bajass»: Ein Plädoyer für die Schwachen
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