Arno Camenisch
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  Herr Anselm Mo 3. Februar, 20 Uhr  
Foto: Janosch Abel

 

Autorenlesung mit Musik

Nach 33 Jahren ist Herr Anselm – die treue Seele auf dem «Schiff», wie er seine Schule nennt – auf der Ehrenrunde: Die Schule in einem kleinen Dorf in den Bündner Bergen soll geschlossen werden.

Wir begleiten Herrn Anselm nach einem trockenen und heissen Sommer an einem Nachmittag zu Beginn eines Schuljahres und hören ihm zu, wie er mit seiner verstorbenen Frau über das Wetter und das Wasser spricht, über die Vorbilder, die uns geprägt haben, und die Werte, die uns verbinden.

Sein Monolog erzählt mit grosser Liebe, viel Witz und einem ebenso frischen wie herzenswarmen Blick von einer Welt, die verschwindet.

Bildstark und präzise schreibt Arno Camenisch auf seine unverkennbar eigenwillige Art vom Werden und Vergehen in einem Tal im Wandel der Zeit.

Die Lesung wird musikalisch begleitet vom Gitarristen Roman Nowka.

***

Arno Camenisch, 1978 in Tavanasa im Kanton Graubünden geboren und aufgewachsen, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er heute auch lebt. 2009 erschien im Engeler-Verlag der Roman Sez Ner, 2010 Hinter dem Bahnhof, 2012 Ustrinkata, 2013 Fred und Franz, 2013 Las flurs dil di, 2014 Nächster Halt Verlangen, 2015 Die Kur, 2016 Die Launen des Tages, 2018 Der letzte Schnee, 2019 Herr Anselm. Publikationen im «Harper’s Magazine» (New York) und in «Best European Fiction» (USA). Seine Texte wurden in über 20 Sprachen übersetzt und seine Lesungen führten ihn quer durch die Welt, von Hongkong über Moskau und Buenos Aires bis nach New York. Im März 2015 strahlte das Schweizer Fernsehen und 3sat den Dokumentarfilm «Arno Camenisch - Schreiben auf der Kante» aus.

PRESSESTIMMEN

«Arno Camenisch ist der grosse Virtuose des Abschieds. Keiner zelebriert das grosse Unglück der täglichen Verluste lustvoller und schwereloser als er, keiner versteht sich besser auf die Sprengkraft der nüchternen Nostalgie. Er lässt seine Figuren im Sentimentalen schwelgen und legt ihnen doch den knochentrockensten Humor in den Mund.» (NZZ)

«Gerade einmal 100 Seiten füllt der neue Roman von Arno Camenisch. Doch die Weltbetrachtungen des Schulabwarts aus der Surselva loten das ganze Drama unseres Daseins aus.» (Die Südostschweiz)

«Camenisch berichtet mit bodenständigem Witz, der frei ist von nostalgischen Launen. Dennoch bewahrt sein Reden und Erinnern etwas Anrührendes, das die Leser und Leserinnen behutsam anzieht. Die stille Zwiesprache erhält eine sehr persönliche Anmutung.» (SDA)

«Ein neuer, zarter Ton in seiner Erzählkunst.» (St. Galler Tagblatt)

«Mit ‹Herr Anselm› präsentiert der Bestsellerautor Arno Camenisch einen Roman in zärtlich-melancholischer Endzeitstimmung.» (Bündner Tagblatt)

«Ein herzergreifendes Requiem.» (NZZ)

«Im neuen Buch hat Arno Camenisch seinen Stil vervollkommnet. Er hat einen glaubhaften Tonfall für seinen Helden gefunden, der wunderbar einfach mit dialektalen Wendungen spielt. Ein beiläufiges ‹eba scho› oder ein ‹sep kommt noch dazu› erden die Sprache regional.» (Aargauer Zeitung)

«Und einen solchen ureigenen Ton hat Arno Camenisch gefunden für seine Literatur, einen Ton, den es so vorher nicht gab. Und diesen Ton, diese Handschrift, pflegt und verfeinert er von Buch zu Buch. Das ist eine seltene Qualität.» (SRF2 Kultur)

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