Schauspiel von Alessandro Baricco
 
  Smith & Wesson Mi 11. März bis So 22. März, werktags 20 Uhr, sonntags 17 Uhr  
Foto: Probenbilder Timon Furrer www.timonfurrer.ch

 

Schauspiel in acht Sätzen mit variierenden Tempi

Jerry Wesson lebt in einer schäbigen Hütte am Niagara-Fluss unweit der berühmten Wasserfälle. Er wird «Der Fischer» genannt, weil er die Leichen der Selbstmörder birgt, die in dieses Naturtheater aus gigantischen Wassermassen gesprungen sind.

Tom Smith, von Beruf, wie er sagt, Meteorologe, aber eigentlich ein glückloser Erfinder, sucht ihn auf, um ihn für seine absurden statistischen Tabellen zum Wetter der vergangenen Jahrzehnte zu befragen.

Gerade als die Beiden Freundschaft schliessen, platzt eine energische junge Journalistin in ihr Leben. Rachel Green träumt von einer Karriere als Schriftstellerin, aber beim San Fernando Chronicle darf sie gerade Mal Tabellen für die Gezeiten aufstellen.

Mit Hilfe des «genialen Erfinders» Smith sowie von Wesson, der den Fluss «besser kennt als seine Unterhosen», will sie ihrem Chef eine Titelstory liefern, die sich gewaschen hat und der Zeitung hohe Verkaufszahlen bescheren wird.

Ideell und finanziell unterstützt von der geheimnisvollen Mäzenin Mrs. Higgins, der Besitzerin des «Great Falls Hotel», will sie beweisen, dass man sich willentlich die Niagarafälle hinunterstürzen und trotzdem überleben kann…

NEU:
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NEU:
Mit Visionen in den Abgrund: Smith&Wesson in der Kellerbühne
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Theater: Dem Wasser verfallen
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Angetroffen:
Matthias Peter - Schauspieler, Regisseur und Leiter

Interview zu "Smith&Wesson" im "A" lesen: Klicken Sie hier

Alessandro Baricco (* 1958) aus Turin ist ein auch im deutschsprachigen Raum viel beachteter Autor. Mit der Novelle «Seide» und dem Theaterstück «Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten» wurde er schlagartig einem breiten Publikum bekannt. Nach einer langen Reihe von Romanen hat er sich mit «Smith & Wesson» endlich wieder dem Theater zugewandt. Das Stück wurde 2016 im Teatro Goldoni in Venedig uraufgeführt.

Die Kellerbühne St.Gallen bringt «Smith & Wesson» als zweite Schweizer Inszenierung auf die Bühne. Mit Boglàrka Horvàth, Alexandre Pelichet, Hans-Rudolph Spühler und Simone Stahlecker. Musik- und Geräuschkulissen: Stefan Suntinger. Kostüme: Barbara Medici. Für Inszenierung und Ausstattung zeichnet der Kellerbühne-Hausherr Matthias Peter verantwortlich.


Deutsch von Marina Wandruszka

Aufführungsrechte: Jussenhoven & Fischer, Theater und Medien.
 

Nach Erscheinen der Buchausgabe bezeichnete Niklas Bender das Theaterstück in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als ein «wunderschönes Ballett am Rande des Abgrunds». Die Geschichte nehme ganz schön Fahrt auf, sei Slapstick und lyrisches Kabinettstück in einem und vor allem: ein Riesenspass. Diesem hymnischen Urteil versucht die Inszenierung der Kellerbühne St. Gallen gerecht zu werden.