Ralf Schlatter & Manuel Lindt
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  Muttertag Mo 22. Februar, 20 Uhr  
Foto: Christoph Hoigné

 

Lesung mit Live-Film-Collagen

21. Juni, der längste Tag des Jahres, halb sechs Uhr morgens, Sonnenaufgang: Ein Sohn macht sich auf den Weg – seine Mutter hat ihn gebeten, ihr beim Sterben zu helfen, wenn die Sonne untergeht am Ende dieses Tages.

Er braucht Zeit und frische Luft, also geht er zu Fuss von einer Stadt zur anderen, sechzehn Stunden lang, und versucht unterwegs, seine Mutter am letzten Tag ihres Lebens endlich zu begreifen.

Er erinnert sich an sein Aufwachsen in der Kleinstadt, an ein Leben als Kind dieser Eltern, als Bruder seiner älteren Schwester. Er stellt Fragen und wundert sich; zu jeder vollen Stunde denkt er sich einen möglichen Abschied von seiner Mutter aus. Er schweift ab, beobachtet Vögel, geht. Bis er fast nicht mehr kann und es Abend wird.

Ralf Schlatter, Autor und Kabarettist (schön&gut), erzählt von einer ganz normalen, unspektakulären Familie, vom Unausgesprochenen und von der Einsamkeit, von immergleichen Mustern und vom Gewicht der Ahnen, aber er tut das mit humorvoller Leichtigkeit, grosser Fantasie und wunderbar liebevollem, versöhnlichem Blick – so wird schliesslich auch das Schwere leicht.

Manuel Lindt ergänzt, begleitet und untermalt die Geschichte mit seinen verspielten und bewegten Live-Video-Collagen. So entsteht ein einzigartiges Wort-Ton-Film-Kunstwerk. Hoch poetisch und tief berührend.

In Zusammenarbeit mit Rösslitor Orell Füssli
 

«Weisst du, was ich glaube, Mutter? Das Kind gehen zu lassen, ist viel anstrengender und schmerzhafter, als es auf die Welt zu bringen. Nur gibt es dafür keine Vorbereitungskurse, keine Atemtechnik und schon gar keine Hebamme.»

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