Boglárka Horváth spielt Zusatzvorstellungen von
 
  Herzzeitlose von Margit Koemeda Mi 2., Fr 4., Sa 5. Dezember, 20 Uhr  
Foto: Timon Furrer

 

Mutter-Tochter-Stück

In «Herzzeitlose» reflektiert eine junge Frau ihre Beziehung zu ihrer Mutter. Therapeutische Gesprächsmomente, erinnerte Dialoge und Tagebucheinträge der Mutter formen sich allmählich zum Bild eines für beide Seiten schmerzhaften Ablösungsprozesses.

Die Tochter Jenny stellt sich Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugendzeit, an das Auseinanderfallen der Elternbeziehung, das Aufwachsen an der Seite der alleinerziehenden Mutter im Haus des ungeliebten Onkels Christian und versucht so, sich aus familiären Verstrickungen zu lösen und in ihre persönliche Freiheit zu entkommen.

Die Mutter Sabine, die sich überraschend mit der wortlosen Abkehr der Tochter konfrontiert sah, sucht schreibend nach Antworten auf die Frage nach dem Warum. Sie erhofft sich von herkömmlichen Geboten der Ethik und Moral Halt und stösst damit bei ihren Freundinnen Karin und Helga auf Unverständnis.

In einem dramatherapeutischen Ansatz agiert die Schauspielerin Boglárka Horváth in der Rolle der Tochter Jenny zwischen einer Mutter- und einer Tochterfigur, spricht als Tochter das Publikum direkt an und fühlt sich anhand der Tagebucheinträge ihrer Mutter in deren Position ein.

Auf spielerische Weise werden so «Neuigkeiten» im Generationenverhältnis verhandelt.

Das Theaterstück stammt aus der Feder der Thurgauer Autorin Margit Koemeda, die als Psychotherapeutin in Ermatingen und Zürich lebt und arbeitet. Sie hat bisher drei Romane, einen Band mit Erzählungen und drei Bühnentexte veröffentlicht.

Sie hält zu ihrem Schreiben fest: «Mich interessiert, was Menschen verbindet und was sie trennt. Fragen nach weiblicher Identität. Nach der Echtheit von Geborgenheits- und von Fremdheitsgefühlen.»

Davon handelt das Stück «Herzzeitlose», das von der Kellerbühne St.Gallen im November 2020 uraufgeführt und im Frühjahr 2021 durch den Thurgau auf Tournee gehen wird.

Spiel: Boglárka Horváth
Inszenierung: Matthias Peter

Mutterstimme aus dem Off: Sylvia Luise Denk
Sounddesign: Stefan Suntinger


Eine Produktion der Kellerbühne St.Gallen
mit Unterstützung der Rolf und Hildegard Schaad Stiftung und Kulturstiftung des Kantons Thurgau


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«Zu spät, Ma!»
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"Theaterstück statt Fachartikel"
Porträt der Autorin Margit Koemeda
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